Vollzeit? Vereinbarkeit? Wie machst du das bloß?

Diese Frage verfolgt mich seit rund vier Monaten. Sie ist nicht böse gemeint, aber sie macht mich manchmal böse. Denn mein Mann hat diese Frage noch nie gehört. Eher die Variante: „Und wie macht deine Frau das?“ Und ich denke jedes Mal: Wieso ich? Wieso muss ausschließlich ich irgendwas machen, damit das funktioniert? Ja, seit vier Monaten arbeiten wir beide wieder in Vollzeit. Schneller als erwartet und irgendwie wurde ich ein bisschen überrumpelt. Aber so ist das Leben manchmal. Da kommt eine einmalige Chance daher und man muss sie ergreifen oder eben nicht. Ich habe sie ergriffen. Natürlich nicht, ohne den Familienrat vorher zu befragen. Mein Mann war sogar noch mehr dafür als ich. Vielleicht weil er mich sehr gut kennt und weiß, dass er mein Gejammer über eine verpasste Chance die nächsten zehn Jahre nicht hätte ertragen können. 

„Das ist aber heftig!“

Doch so richtig konnte ich mich anfangs über meine Beförderung gar nicht freuen, denn vom Personalchef über Kollegen bis hin zu Bekannten hörte ich nicht „Glückwunsch“, sondern ungläubiges „Und wie machst du das dann?“ oder „Krass!“ oder „Das ist aber heftig!“. 

Mir war dabei nur eines wichtig: Meine Tochter soll darunter nicht leiden und uns beide nicht weniger sehen. Das klappt, weil mein Mann im Schichtdienst arbeitet und sehr häufig schon mittags wieder daheim ist. Da klappt auch, weil ich Homeoffice mit flexiblen Arbeitszeiten kombinieren kann. Das klappt, weil ich die ersten Mails verschicke, wenn mein Kind morgens noch schläft. Aber es klappt nur, weil wir beide ganz viel dazu beitragen und zwar 50/50. Und deswegen macht mich diese Frage „Und wie machst du das?“ so mürbe. Denn mein Mann tut dafür genauso viel wie ich. Manchmal glaube ich, dass er sogar noch mehr macht, aber das sage ich ihm lieber nicht.

„Ich könnte das nicht!“

Und ja: Es ist anstrengend. Sehr sehr anstrengend. Aber für uns beide. Dennoch würde nie jemand auf die Idee kommen, meinen Mann zu fragen, wie er das denn so hinkriegt mit seiner Vollzeitstelle. Keiner fragt, ob er sein Kind tagsüber nicht vermisst. Doch das tut er. Genau wie ich. Seine Kollegen sagen nicht: „Ich könnte das ja nicht!“.

Ich muss ganz ehrlich sagen: An manchen Tagen kann ich es auch nicht. Und mein Mann genauso wenig. Wenn wir eine doofe Nacht hatten mit wenig Schlaf. Wenn wir alle abwechselt über Wochen krank sind. Wenn wir einfach nur unendlich müde sind. Wenn ich im Büro sitze und er mir ein Bild von meiner lachenden Tochter im Schnee vor den Pinguinen im Zoo schickt. Dann frage ich mich selbst „Wie machst du das bloß?“. Aber ich darf mich das fragen. Und ich glaube, diese Momente haben alle Eltern. 

 

Daddy allein zu Haus: Wenn Papa es einfach nicht hinkriegt…

Ich habe gestern einen Blogbeitrag* gelesen, der mich traurig gemacht hat. Da fragt eine Mutter um Rat. Seit Monaten habe sie sich auf eine kleine Auszeit vom Kind gefreut. Alles vorbereitet. Hotel gebucht. Ein paar Tage wollte sie allein zu einer Messe fahren. Freunde besuchen. Der Partner habe auch schon Urlaub eingereicht. Alles geritzt. Ein paar Tage vor dem besagten Kurztrip habe der Vater allerdings bedenken geäußert, sich alleine um sein Kind zu kümmern. Man muss dazu sagen, dass das Kind fast zwei Jahre alt ist und tagsüber von einer Tagesmutter betreut wird. Es geht also nur um Nachmittage und den Abend. Und: Die Mutter hat ihm alles vorbereitet: Eingekauft, Kleidung fürs Kind rausgelegt, Wäsche gemacht, diverse Listen geschrieben etc. Nun fragt sich die Mutter, ob sie ihren Trip absagen soll.

Ich lese das also und in meinem Kopf schreit eine Stimme ganz energisch: WTF!! Ganz davon abgesehen, dass ich es ein wenig merkwürdig finde, dass man dem eigenen Partner und Vater des Kindes „alles vorbereiten muss“, um den Alltag mit dem eigenen Kind im eigenen Heim bestreiten zu können, denke ich: Alter! Ernsthaft?

Und ich weiß nicht mal, welche Tatsache ich schlimmer finde: Dass der Vater, seiner Partnerin nicht mal ein paar tage Auszeit gönnt, obwohl er schon Urlaub eingereicht hat oder dass er anscheinend nicht in der Lage ist, auf sein fast zwei Jahre altes Kind aufzupassen. Mir tut die Mutter auch einfach Leid. In meiner Empörung lese ich die Kommentare unter dem Artikel und die wiederum machen mich sprachlos: Denn niemand findet es merkwürdig, dass ein Vater da solche Bedenken hat. Ich meine: Es geht hier nicht um einen Säugling. Zwar sagen alle Kommentatoren, dass sie fahren soll, aber niemand fragt: Warum kann ein Vater anscheinend nicht alleine auf sein Kind aufpassen?

Nun bin ich verunsichert. Denn was bedeutet es, dass so viele Mütter es offensichtlich nicht außergewöhnlich finden, dass Väter das nicht „hinkriegen“. Ist es tatsächlich immer noch eher eine Ausnahmeerscheinung, dass Väter involviert sind? Ist es exotisch, dass auch die Papas sich ganz freiwillig und gerne kümmern und eine gleichberechtigte Rolle in der Kindererziehung spielen? Müssen in den meisten Familien tatsächlich noch Frauen ihren Partnern ellenlange Listen mit Instruktionen schreiben und Essen vorkochen, damit die Familie zwei Tage ohne sie überlebt? Wechseln gar nicht die meisten Väter auch Windeln und bringen ihre Kinder ins Bett? Ich bin anscheinend naiv. Und irgendwie auch sauer. Ganz generell. Auf Väter, die sich so aus der Affaire ziehen, aber auch auf Mütter, die ihren Partnern vielleicht gar nicht den Raum lassen, sich gleichwertig einzubringen bei den Kindern. Vielleicht wollen manche Mütter auch lieber Listen schreiben und unabkömmlich sein. Und vielleicht wollen viele Männer auch einfach keine Zeit mit ihrem Kind alleine verbringen. Das mag alles sein. Aber wie Selbstverständlich das anscheinend akzeptiert ist, das schockiert mich. Ich dachte schlichtweg wir wären schon weiter.

Eure Meinung zu diesem Thema interessiert mich! Wie sieht das bei Euch aus? Wäre ein Kurztrip für Muddi ein Problem? Bringen sich Eure Partner/innen gleichwertig ein? Feuer frei! Ich diskutiere gerne mit! 

 

*Den Artikel möchte ich hier gar nicht verlinken, weil ich niemanden bloßstellen möchte. Denn um den konkreten Fall geht es mir gar nicht. Vielmehr steht dieser Text stellvertretend für ein Phänomen, dass anscheinend nicht so selten ist, wie ich geglaubt hatte. 

Alles nur eine Phase?! Zwischen Wahnsinn und Frohsinn!

Die wichtigste Lektion, die man als Neu-Muddi schon sehr früh lernt: Gewöhne dich an nichts, denn alles ändert sich wieder. Meistens dann, wenn man es ausspricht. Etwa: „Seit zwei Wochen schläft das Baby super!“ Fail. Nachdem du diesen Satz laut gesagt hast, wird dein Kind nie wieder so super schlafen. Oder: „Bislang war das mit dem Zahnen nicht so wild!“ Möööp! Das Kind wird von nun an dauernd schreien und du wirst die Nächte neben deinem Sprößling bewaffnet mit Osanit Kügelchen und Zahnungsgel verbringen und dir wünschen, nie etwas gesagt zu haben. Auch ein Klassiker: „So richtig erkältet war das Baby noch nicht!“ Schwups! Von diesem Moment an wird die Nase deines Kindes nicht mehr aufhören zu laufen und eine Erkältung wird von der nächsten abgelöst. Das ist ein Gesetz.

Doch es gibt einen tröstlichen Gedanken, der alle Eltern irgendwie über Wasser hält und Hoffnung schöpfen lässt: Es ist alles nur eine Phase! Tatsächlich kann man sich darauf verlassen. Auch, wenn es manchmal unendlich lang bis zum Ende der Phase erscheint. Es hört irgendwann wieder auf. Bis zur nächsten Phase eben.

Bei uns gab es so einige Phasen, die uns an den Rande des Wahnsinns getrieben haben. Hier unsere Hitliste:

Schreiphase

  • Beschreibung: Dauerhaftes Schreien, sobald wach ab dem 3. Tag
  • Dauer: 14 Wochen
  • Launometer: im Keller
  • Erschöpfungsgrad: auf einer Skala von 1-10? 100!

5-Uhr-Phase

  • Beschreibung: Baby wacht um 5 Uhr auf und möchte nicht mehr schlafen
  • Dauer: 3 – 4 Monate
  • Launometer: man gewöhnt sich an alles
  • Erschöpfungsgrad: 6

Kind-wacht-mehrmals-nachts-auf-Phase

  • Beschreibung: siehe Titel
  • Dauer: alle Monate mal wieder für 1-2 Wochen
  • Laumometer: kein Kommentar
  • Erschöpfungsgrad: 7 (seitdem ich wieder arbeite: 9)

Kind-schläft-plötzlich-nicht-mehr-alleine-ein-Phase

  • Beschreibung: von heute auf morgen ging nichts mehr ohne ein bis zwei Stunden Einschlafbegleitung am Abend in Form von tragen, schaukeln oder Hand halten
  • Dauer: 8 Monate
  • Laumometer: Fuck it, dann hab ich eben nie wieder Freizeit
  • Erschöpfungsgrad: 8

Trotzphase

  • Beschreibung: Kind will alles alleine machen und wenn es nicht so läuft, wie gewünscht, dann geht es rund. Von Wegrennen über Dinge wegwerfen bis hin zum Weinkrampf mit auf den Boden werfen, war schon alles dabei.
  • Dauer: andauernd und immer wieder aufflammend
  • Launometer: Auf der Richter-Skala? Je nach Stärke und Dauer des Bebens.
  • Erschöpfungsgrad: Beim Kind? Hoch! Bei den Eltern? Ebenfalls!

Neben den schwierigen Phasen, die zu 90 Prozent mit dem Thema Schlaf zu tun haben, gibt es natürlich auch gute Phasen.

Zum Beispiel: Die Baby-schläft-durch-und-super-Phase oder die 10-Uhr-14-Uhr-Phase, in der unsere Tochter ein halbes Jahr lang wie ein Uhrwerk jeden Tag zwei Nickerchen von jeweils bis zu 2 Stunden gemacht hat. Ein Traum. Das ist nämlich das Gemeine: Wenn super tolle Phasen plötzlich enden. Das läuft dann in etwa so ab:

  1. Verleugnung (nein, die Phase ist nicht vorbei!)
  2. Schock (die Phase ist tatsächlich vorbei)
  3. Trauer (warum ist die Phase vorbei?)
  4. Annahme (die Phase kommt nicht wieder)
  5. Aufarbeitung (bald kommt eine neue Phase)

Egal, wie es kommt, es kommt immer etwas Neues. Somit: Genießt die guten Phasen! Und: Seid euch in schlechten Zeiten sicher: es wird besser. Es ist ein wenig wie ein Glücksspiel. Und noch was: Erzählt niemandem, wie gut euer Kind schläft. Niemals!

#regrettingbloggerhood: Vom Lieben und Bereuen…

Blogger-Burnout? Zu viel Druck? Panik vor einem verbalen Fäkalien-Hagel im Netz oder Lästereien in der realen Welt? Oder sind es einfach nur Bedenken, zu viel von sich und seiner Familie preis zu geben? Diese Fragen haben mich bei meiner Blogparade zum Thema #regrettingbloggerhood beschäftigt. Ich wollte wissen, wie es anderen Bloggern damit geht. Sind es eher Zweifel oder bereuen sie tatsächlich manchmal das Bloggen? 

Muddi hat gefragt und 31 Blogger haben geantwortet! Die super Resonanz hat mich total umgehauen! Die Blogparade bereue ich somit schon mal nicht. 

Was fast alle 31 Artikel gemeinsam hatten: Alle lieben es zu bloggen und wollen es auch nicht aufgeben. Viele sehen das Schreiben als kreatives Outlet oder als Ausgleich zum Alltag. Einige auch als virtuelles Zeitzeugnis – als Tagebuch, welches sie ihren Kindern einmal hinterlassen. Vielen gehen dabei ähnliche Grundgedanken durch den Kopf:

  • Warum mache ich das eigentlich?
  • Wie viel Öffentlichkeit kann ich meinem Umfeld, aber auch mir selbst zumuten?
  • Soll ich Fotos von den Kindern veröffentlichen? 
  • Schreibe ich für mich oder für meine Statistik?
  • Wie professionell möchte ich das Bloggen betreiben?

Da ich es schwierig finde, 31 Texte von tollen Bloggern hier mal eben zusammenzufassen und hinterher doch nur eine Linksammlung zu präsentieren, habe ich mich dazu entschlossen, die für mich besten und interessantesten Zitate zum Thema einmal vorzustellen. 

#regrettingbloggerhood in Zitaten: 


„Und es macht mir Angst. Denn will ich die gläserne Mutter sein? Ist mir mein Leben nicht zu wertvoll, zu heilig, mein Glück nicht zu filigran, meine Gefühle nicht zu zart, als das jeder sie durch seine Finger drehen kann?“ (Miriam von Emil & Ida)


„Was ich schreibe ist real, genau so passiert, doch es ist nur ein Teil von mir. Ich möchte nicht alles im Internet zeigen und diskutieren.“ (Sarah von Mamaskind)


„Ich beschreibe Szenen und lustige Momente in Artikeln und lasse euch in meinen Alltag schauen. Ich sammle damit jedoch auch für später. (…) Eines Tages, das weiß ich, werde ich all diese Geschichten bündeln und werde sie den Kindern mitgeben.“ (Alu von Grosse Köpfe)


„Aber mit dem Blog kommt die Leserschaft und mit ihr halt auch ein gewisser Druck regelmäßig Content zu produzieren.“  (Perlenmama)


„Unbequeme Kommentare und Kritik kommen zwangsläufig. Wenn ich das nicht vertragen würde, bräuchte ich mit dem Bloggen erst gar nicht beginnen.“ (Anke von Mama geht online)


„Ich muss euch nicht alles mitteilen, worüber ich nachdenke, mich aufrege oder amüsiere. Mein Leben wird nicht gewaltsam von irgendjemand anderem an die Öffentlichkeit gezerrt, sondern ich bestimmte selbst, was ich veröffentliche.“ (Steffi von Kiwimama)


„Ich bereue nicht die zermürbende, anstrengende Arbeit von früher, nicht die Leute von früher, nicht meine Kinder, nicht meinen Weg mit Ihnen, nicht meinen Blog und auch nicht, dass ich darüber schreibe.“ (Kathrin von ÖkoHippieRabenmutter)


„Aber meine Schere gibt es doch. Die Welt um mich herum ist es, die mich manchmal am Bloggen zweifeln lässt. Nicht die kleine Welt, die große. In der Kinder verdursten, in der Menschen sich auf Schlauchbooten übers Meer fahren lassen, in der Beiträge über Familien in ausgebombten Straßenzügen hämische Kommentare ernten und in der der Rassismus wieder salonfähig geworden ist. Das Internet ist zu einem Ort des Hasses geworden. Kann man hier noch Frühjahrsdiäten posten oder Strickmodelle?“ (Sabine von Fadenvogel)


„Ich schreibe über Kinderzeug, aber das ist mein Leben und das ist das einzige was ich gut kann.“ (Lisa von Mama kreativ)


„Meine Leser sehen nur Ausschnitte. Das gilt auch für die Themenwahl. Alles, was ich schreibe, dürfen auch Nachbarn oder Kollegen lesen. Habe ich dabei ein schlechtes Gefühl, ist die Idee für den Post gestorben.“ (Regine von Raise and Shine)


„Keine privaten Probleme, keine intimen und vertrauten Gespräche. Ich werde weder ein Foto meiner Tochter, noch meines Mannes posten, denn  ihre Privatsphäre ist mir heilig.“  (Anna von Never looked so beautiful)


„Und dann, ja dann beschleicht mich eben manchmal das Gefühl es einfach zu lassen. Dann bereue ich es tatsächlich ein klitzekleines bisschen zu bloggen.“ (Kerstin von 30 rockt!!!)


„Im Großen und Ganzen ist ein Blog immer etwas sehr Persönliches, und es lauert tendenziell an jeder Ecke die Gefahr: wenn man meinen Blog nicht mag, dann mag auch mich keiner. Weil Blog = Ich.“  (Ani von a83)


„Ich stehe zu allem, was ich je gebloggt habe. Die Motzereien über Claire, meine Ängste, Sorgen und Zweifel, mein Ärger mit der Mutterrolle. Diese Beiträge dokumentieren den Prozess, den ich gebraucht habe, um an den Punkt zu kommen, meine Mutterrolle zu akzeptieren.“  (Yasmin von Die Rabenmutti)


„Natürlich habe ich bei bestimmten Themen ‚Angst‘ , dass ‚die falschen Personen‘ mitlesen und mich vielleicht drauf ansprechen / verurteilen oder was auch immer.Doch genau diese Themen, bei denen ich diese Angst verspüre , veröffentliche ich lieber auf anderen Blogs.“ (Lisa von Geborgen und geliebt)


„Wenn ich keine Lust mehr hab oder anders angefeindet werde, dann lass ich es eben. Deswegen habe ich auch keine Angst davor auch mal problematische Themen abzureißen.“ (Ludwig von Becherwürfel


„Angst machen mir die Dämonen, die im Dunkel der Ecke lauern und nur darauf warten, zuzubeißen. Wer ist da draußen? (…) Manchmal, in dunklen Momenten, da bereue ich das Bloggen. Manchmal, da möchte ich alles hinwerfen. Manchmal werde ich beinahe paranoid und setze alle „kritischen“ Beiträge auf „privat“, nur um sie später doch wieder zu veröffentlichen.“  (Larissa von No Robots Magazine)


„Zum Bloggen fehlt mir meist die Energie. Die Antriebslosigkeit wird wiederum verstärkt durch die wachsenden Zweifel: Warum das Ganze? Ein Teufelskreis.“ (Daddy Dahoam)


„Tatsächlich habe ich kurz überlegt, mit dem Bloggen aufzuhören, als ich mitbekommen habe, dass mein Vater mitliest, mit dem ich seit vielen Jahren keinen Kontakt habe. Es hat mich gestört (und das tut es auch heute noch), dass er auf diesem Wege so viel über mein Leben erfährt, ohne sich die Mühe machen zu müssen, tatsächlich mit mir in Kontakt zu treten.“ (Biene von Klitze-kleine Dinge)


„Natürlich schreibe ich nicht über jedes persönliche Detail, über jede persönliche Anekdote, sondern wäge sorgfältig ab, was öffentlich vertretbar ist und was eventuell nicht. Auf der Straße oder im Hausflur weiß ich doch auch, wem ich was erzählen möchte.“ (Tobias von Weddinger Berg)


„Meine Blogbeiträge sind nicht nur für mich Erinnerungen an meine Erfahrungen als junge Mama, sondern auch wunderschöne Geschichten über die Entwicklungsschritte meiner Tochter.“  (Steffi von Mami und ich)


„Ich fragte mich nach jedem Post „So – und wer hasst mich jetzt?“ Ja, ich hätte fast das Handtuch geworfen, wenn ich das Schreiben nicht so sehr Lieben würde.“ (Marsha von Mutter und Söhnchen)


„Man kann nicht von allen geliebt werden und es auch nicht allen recht machen und das ist gut so. Das Schöne an Blogs wie in vielem im Leben ist ja: man kann sie auch ignorieren…“ (Lorelai von Mama mal 2)


„Beim Blick in meine Statistik möchte ich dann manchmal schon alles hinschmeißen. Aber bereue ich das Bloggen deshalb gleich?NEIN.“  (Kerstin von Mamahoi)


„Wer weiß wohin wir ´treiben´ werden mit diesem Blog…So viele Ideen die es noch zu verwirklichen gibt. Doch alles zu seiner Zeit! Kein Stress, kein Zwang, keine Hektik!“ (Nadine von  OffshorePapaOnlineMama)


„Es gibt nichts zu bereuen. Denn, was ich schreibe, schreibe ich bewusst. Ich weiß, was es in mir auslöst. Ich ahne, welche Feuer es entfacht, wie heiß und glühend die Glut ist, und wieviel Asche es hinterlässt.“ (Juliane von einfach nur sein)


„Die Kunst des Bloggens liegt vermutlich ohnehin darin, einen Eindruck von ganz viel Nähe zu vermitteln – ohne die teils ja sehr große Leserschaft zu nah an und in das eigene Leben zu lassen.“ (Sophie von Kinder haben…und glücklich leben)


„Ständig um neue Leser bemüht fühle ich mich wie in einem Hamsterrad und der Blick auf meine Klickraten macht mich manchmal mürbe. Dennoch: ich schreibe einfach gerne, und das auch für ein kleines Publikum.“ (Laura von Heute ist Musik)


„…ich bereue es, zu wenig zu bloggen! Denn alles was ich hier über mich und meine Projekte erzähle unterliegt meiner Kontrolle. (…) Alle Beiträge spiegeln meine Interessen wieder und ich hinterlasse damit Spuren.“ (Stefan von stefan-graf.com


„Manchmal wünschte ich mir, den Blog anders aufgezogen zu haben. Weniger emotional und persönlich. Ich sehe das Glas oft halb leer, obwohl ich dadurch nicht unglücklich bin.“ (Sabine von Daheim und mehr)


Bei aller Anonymität, die ich mir bewahre, bin es doch ich, die hier schreibt. Mein Blog spiegelt mein Leben wieder und wer hier regelmäßig liest kennt mich wahrscheinlich besser, als mir bewußt, oder lieb ist.“ (Andrea von Kinderalltag)


 

Ich danke Euch nochmal fürs Mitmachen. Es sind so tolle Texte entstanden und es macht mich ein bisschen stolz, dass wir gemeinsam eine echt einzigartige Sammlung zusammen getragen haben. Mit so vielen verschiedenen Facetten und Herangehensweisen. Super auch: Es gab auch etliche Teilnehmer, die nichts mit dem Thema „Familie“ zu tun haben. Das gab nochmal interessante Einblicke! 

Da das Thema gerade wieder an anderer Stelle eifrig diskutiert wird, bleibt es aktuell!

In diesem Sinne: Je ne regrette rien! Immer schön weiter machen! Rockt die Bloggerie! 

Was ich von meiner Tochter gelernt habe…

– Schlaf wird überbewertet
– Wir waren vorher echt ziemliche Pussys
– Wie leidensfähig man wirklich ist
– Pekip ist nicht so scheiße, wie ich dachte
– Spielplätze sind so scheiße, wie ich dachte
– Arzttermine um 8 Uhr morgens sind mit Baby der Horror
– eine Verabredung am Tag reicht
– Inkonsequenz ist ne Bitch
– Erziehung fängt leider sofort an
– Die Angst vor anderen Mütten ist meist unbegründet
– Das Babybecken ist an einem verregneten Sonntagmorgen immer voll
– Man sollte immer Wechselklamotten dabei haben
– Verlasse nie das Haus ohne Schnuller und/oder Dinkelstangen
– Ich bin viel stressresistenter als ich dachte
– Ich kann Geräusche ausblenden, die mich früher verrückt gemacht hätten
– Ich kann in Scheiße lesen, wie eine Fährtenleserin
– Fünf Stunden Schlaf am Stück sind der Hammer
– Never change a happy baby – never ever!
– Schlafendes Kind = glückliche Eltern
– einhändig kochen, spülen, anziehen, waschen…
– Slipwindeln sind bei ganz kleinen Kindern keine gute Idee
– Das Kind pinkelt immer, sobald es ohne Windel auf dem Schoß sitzt
– große Kieselsteine sind der perfekte Babysitter am Strand
– Wenn man ganz genau hinguckt, entdeckt man überall Federn
– Batikkleidung ist perfekt, um Flecken zu vertuschen
– Kinderschuhe sind arschteuer
– alles ist immer nur eine Phase
– lass dein Kind nicht mit Schampooflaschen spielen
– Penatencreme rules!
– Klostein ist nicht giftig und nicht ätzend
– ich hatte früher zu viel Freizeit
– ein Tag, der um 4.30 Uhr beginnt, ist unendlich lang
– ich hätte nie gedacht, dass man jemanden so dermaßen doll lieben kann

Mütter dürfen auch mal ausrasten!

Achtung! Achtung! Hier eine schockierende Nachricht für alle Helikopter-Moms: Es gibt ein Leben jenseits vom Muddi-Dasein. Ja, tatsächlich. Denn Muddi hat ja auch noch Interessen und Hobbys, die jenseits von Kind, Job und Haushalt liegen. So bin ich am Wochenende wieder zur Rockerin geworden. Festival. Laut. Voll. Gut. Einfach mal ausrasten. Für ein paar Stunden unvernünftig* sein dürfen. Einfach Spaß haben. Tanzen. Singen. Grölen. Bier trinken. Mann und Tochter machen sich daheim einen schönen Tag. Muddi auch. Nur der hat eben nichts mit häkeln, backen oder DIY zu tun.

Aber darf Muddi das überhaupt? Unvernünftig sein? Mal wieder zu viel trinken? Wild tanzen? Lieder mit F**K-lastigen Texten von Limp Bizkit mit grölen und verwundert sein, dass man nach 15 Jahren noch jede Zeile mitsingen kann? Darf Muddi ausrasten?

Ich sage „NEIN!“ – sie darf nicht. Sie MUSS! Sie muss ausrasten. Einfach mal durchdrehen. Dabei kann jede Muddi für sich ihr „Ausrasten“ definieren. Für manche ist das eben das Rockfestival. Für andere ist es wiederum schon verrückt genug, mal wieder mit guten Freundinnen tanzen zu gehen. Oder einen Hugo zu viel zu trinken. Die sündhaft teure Handtasche einfach zu kaufen. Beim Frühstück mit der Schwester den Sekt zu trinken, auf den man einfach gerade Bock hat. Das Leben zu feiern. Aber diesmal das eigene. Stolz auf das zu sein, was man jeden Tag leistet und dann auch mal loslassen zu können. Papa oder Oma übernehmen zu lassen. Ausrasten im positivsten Sinne. Warum nicht? Wenn Männer das machen, kräht kein Hahn danach, oder?

Doch nicht alle Muddis sehen das so. Während ich auf dem Festival rockte, haben sich einige sehr gute Freundinnen von mir auch getroffen, um auszurasten. Gemeinsam. In einer anderen Stadt. Eine wilde Partynacht. Da waren auch Muddis dabei. Eine erzählte, dass sie deswegen früher von einem Kinderfest weg musste. Eigentlich kein Ding, denn ihr Mann war ja auch noch da. Als sie den anderen Muddis auf dem Fest erzählte, warum sie nun weg müsse, erntete sie komische Blicke und vor allem eines: Unverständnis. Neid?! Ist das ein Anflug von Mommy Wars? Warum gönnen wir das einander nicht? Ist man eine schlechte Mutter, wenn man sich auch mal wieder auf das eigene Leben fokussiert?

Ich bin froh, dass ich so viele Muddis kenne, die noch ausrasten können. Denn eigentlich ist es eine Kunst, mal von Kind und Family abschalten zu können. Und: Es tut gut. Nicht nur Muddi, sondern auch dem Kind. Denn Muddi ist glücklich.

So steh ich also Mähne schüttelnd auf dem Festival, meine Hose getränkt in Bier und meine Stimme heiser als neben mir in der Menge das Handy einer Frau aufblinkt: Auf dem Display erscheint das Foto eines kleinen Jungen. Sie blickt auf das Foto, grinst, steckt das Handy in ihre Hosentasche und springt wieder in die Menge.

Wie definiert ihr euer „ausrasten im positiven Sinne“? Was würdet ihr gerne mal wieder tun?

*unvernünftig heißt in diesem Falle, einem Junggesellinnen-Abschied im Zug einen Piccolo abzukaufen und diesen mitten am Tag, alleine im Zug zu trinken! Unvernünftig heißt auch: Zu viele Caipis und Bier. Außerdem: Hochhackige Schuhe bei einem Festival – keine gute Idee – auch, wenn sie toll aussehen.

Zerstörte Illusionen Teil 2: Blaumachen war gestern

Die Erkenntnis, dass mit Baby nun wirklich alles anders ist als vorher, kam bei mir mit dem Tag der Geburt. Wie weitreichend diese Veränderungen sind, das merke ich allerdings erst nach und nach so richtig.

Erst kürzlich hatte ich wieder so eine Erkenntnis. Es war einer dieser Tage. Vom ersten Moment des Erwachens merkte ich. „ÄH, och nö. Doofer Tag. Kein Bock!“ Ich fühlte mich müde, kaputt, kränklich und das Plätschern (ach, was sage ich: Strömen) des Regens machte die Stimmung auch nicht besser. In meiner Vor-Baby-Vergangenheit wäre ich an einem Wochenende einfach liegen geblieben. Lange schlafen. Irgendwann frühstücken. Serien gucken. Pizza bestellen. Serien gucken. Schlafen. Unter der Woche hätte ich es vom Grad meiner Erkrankung abhängig gemacht und dann wahrscheinlich dasselbe getan. Einfach mal aus dem Alltag aussteigen. Die Welt draußen lassen.

Ja, Leute, was soll ich sagen….die Babyrealität sieht anders aus: It´s not gonna happen! Ever again! EVEER! Don’t even think about it! Eine Krankschreibung vom Arzt ist mit Baby ungefähr so viel wert, wie ein schimmeliges Toast, wenn man Hunger hat.

Der Morgen ging dann so weiter: Baby wacht früh auf: 5.30 Uhr. Schreit. Ist nämlich auch erkältet. Mann hat die doofe Schicht und ist früh weg und kommt spät wieder. Yeah! Nochmal umdrehen ist nicht. Unterstützung gibt es somit auch nicht. Ich muss da alleine durch. Egal, wie ich mich fühle. Egal, wie krank ich selbst bin.

Der weitere Verlauf des Tages im Schnelldurchlauf:

Trösten, Füttern, Wickeln, Spielen, Füttern, Wickeln, Nickerchen, Wickeln, Anziehen, Füttern, Spielen, Spielen, Trösten, Wickeln, Füttern, Spielen, Wickeln, 2. Nickerchen, Schmusen, Spielen, Füttern, Wickeln, Spaziergang, doch kein Spaziergang (weil Regen zu stark), Spielen, Halten, Singen, Trösten, Wickeln, Trösten, Spielen, Spielen, ???, Füttern, Wickeln, Umziehen, Schmusen, Schlafen, Nicht-Schlafen (weil Nase zu), Trösten, Schlafen, Weinen, Schlafen, Aufwachen, Weinen, Fläschchen, Trösten, Schlafen, Aufwachen.

Es ist Morgen. Neiiin!

So richtig lustig wird die ganze Nummer dann, wenn Mama mal so richtig krank ist….ich werde darüber berichten.

Der Trittbrett-Papa

Erst kürzlich berichtete ich von dem Phänomen, dass mein Mann der Held ist, sobald er mit unserer Tochter vor die Tür geht und jede Menge anerkennende Blicke, viel Lob und oftmals auch Gratis-Brötchen einheimst. In den Genuss dieser maximalen – vor allem weiblichen – Aufmerksamkeit kommen natürlich auch die Freunde meines Mannes, die ihn auf den Touren mit dem Töchterchen begleiten. Und das kommt nun immer häufiger vor.

Ich wundere mich ein wenig, wie gerne mein Mann in letzter Zeit mit der Kleinen spazieren und Kaffeetrinken geht und wie gerne er dabei von Freunden begleitet wird. Vor allem ein Kumpel ist ganz fasziniert von der Aura, die einen Papa mit Kinderwagen umgibt. Sobald die Sonne lacht, die Frühschicht vorbei ist und sich Kaffeedurst bei den Herren einstellt, geht es los. „Ich treff mich nachher noch mit CrazyEyes* in der Stadt. Ich würde die Kleine gerne mitnehmen“, höre ich meinen Mann dann beiläufig sagen. „Entlastet dich ja auch!“, schiebt er meist noch hinterher. Stimmt ja auch.

Letztens kamen Papa und Töchterchen entzückt und gut gelaunt von einem mehrstündigen Ausflug mit Kumpel CrazyEyes wieder. Mein Mann schwärmte, wie toll es war. Sie hätten in der Sonne in einem ultra hippen Café gesessen und alle Gäste wären hin und weg von der Kleinen gewesen. Ständig wären sie angesprochen worden. Auch beim anschließenden Spaziergang sei es einfach super gewesen. Gerne habe der Kumpel auch mal den Kinderwagen geschoben und meinem Mann so ein wenig Entlastung gegönnt. Ich musste schmunzeln, als mein Mann mir erzählt, dass sie solche Ausflüge jetzt häufiger machen wollen.

Kinder machen anscheinend sexy. Zumindest Männer. Das wäre vielleicht eine Geschäftsidee: Kinderwagenverleih für Single-Männer. Es besteht allerdings akute Erklärungsnot, wenn rauskommt, dass der Wagen leer ist oder nur eine Puppe drin liegt. Dann vielleicht doch lieder die komfortable Rolle als Trittbrett-Papa. Hat den Vorteil, dass man sich schnell verdrücken kann, sobald das Kind unangenehm auffällt, gewickelt werden muss oder eine Schreiattacke bekommt.

*Name von der Redaktion geändert;)

Uncool ist das neue Cool!

Hätte mir vor der Geburt meiner Tochter jemand gesagt, dass ich mal zu Baby-Kursen renne, Krabbel-Treffen organisiere und mit Snacks in Tupperdosen auf dem Spielplatz stehe, dann hätte ich nur vehement mit dem Kopf geschüttelt und gesagt: „Das passiert mir auf keinen Fall!“ Wahrscheinlich hätte ich der Person auch noch einen Vogel oder schlimmeres gezeigt. In der Post-Baby-Welt war unsere größte Angst, uncool zu werden. Denn Kinder machen spießig. Und schwupps ist man selber spießig. No way José! Passiert uns nicht!

Gut, es passiert dann doch. Hormone und so. Ok, ich kann nicht alles auf die Hormone schieben. Es ist einfach so. Kinder machen was mit einem. Das ganze Ausmaß ist mir aber erst kürzlich bewusst geworden.

Denn dann kam der Maifeiertag. Mein Mann hatte ein Plakat gesehen. Ein kleines Fest im Park mit Grillstation und Hüpfburg. Wir hatten nichts vor. Das Wetter war schön. Also auf zum Fest im Park. Als wir dort ankamen der Schock: Eine große deutsche Partei war Ausrichter des Festes (keine Panik: keine ganz rechts und keine ganz links – ok, jetzt gibt es ja nicht mehr so viele Möglichkeiten…). Ballons und alle erdenklichen Werbeartikel mit Parteilogo zierten Buden, Bänke und Hüpfburg. Die Hölle. Ich stieß meinem Mann in die Seite und raunte: „Und das stand nicht auf dem Plakat??“ Wir hatten die Wahl: Weitergehen oder Wurst essen. Wir hatten Hunger und unsere Tochter reckte sich interessiert aus dem Kinderwagen beim Anblick der Ballons, die im Wind so lustig hüpften. Also standen wir plötzlich unter einem Partei-Schirm auf dem Partei-Fest mit einer Partei-Wurst in Partei-Serviette eingeschlagen. Als dann noch ein Pantomime auftauchte und lustige Ballon-Tiere formte, holte ich mir ein Bier und trank es wortlos halb aus. „Nein, nicht auch noch ein Clown“, seufze mein Mann. Aus dem Lautsprecher dröhnte plötzlich auch noch die Titelmelodie von Dawson’s Creek. Der Serie unserer Jugend. „I don’t want to wait for this life to be over…“ Wie passend. Und dann konnten wir nicht mehr. Wir prusteten vor Lachen. Das war sooo uncool, dass es schon wieder cool war. Wir blieben noch auf ein weiteres Bier und eine Waffel. Wir ließen uns darauf ein. Nicht auf die Partei, sondern auf das Fest. Diese totale Spießigkeit. Unsere Tochter bekam dann sogar noch einen Ballon und ein Windrad mit Logo, obwohl ich mich noch daran erinnern kann, dass ich mal gesagt habe, dass ich es widerlich finde, wenn Eltern ihre Kinder als Werbefläche missbrauchen.

Ja, ich weiß. Epic fail! Ich habe meine Seele verkauft. Für ein Kinderlächeln. Aber was soll ich machen, wenn das eigene Kind mit mega großen Augen und dem süßesten Stimmchen der Welt „Da. Haba!“, ruft…dann gibt es eben doch den scheiß Ballon. Aber sie hatte Spaß, wippte zur Dawson’s Creek Melodie und spielte selig mit dem Ballon.

Ein Kind zu haben, bedeutet anscheinend ständig, seine vorherige Meinung über Bord zu werfen oder zumindest sie zu überdenken. Es bedeutet, sich zu verändert. Uncool zu sein und es gut zu finden. Und: Wenn man sich erst einmal darauf einlässt, dann ist Uncool das neue Cool.

Den Ballon habe ich übrigens am nächsten Tag unter dem Kinderwagen versteckt. Er war mir peinlich. Man muss es ja auch nicht übertreiben.