10 Dinge, die im Urlaub mit Kind nerven

Das Stimmungsbarometer im Urlaub mit Kleinkind ist oftmals so unbeständig, wie das Wetter in Deutschland. Von unbeschwert fröhlich bis hin zu verhagelt ätzend. Ja, man muss sich daran gewöhnen, dass Urlaub mit Kind eine völlig andere Nummer ist. Vor allem, wenn es mitten in der Trotzphase ist. Wenn früher all day long Aperol-Time angesagt war, gibt es heute eher „Ich-wollte-meine-Schorle-selber-eingießen-Heulkrampf-Time“.
Hier meine persönlichen Top-Ten Nervfaktoren im Urlaub:

1. Urlaub mit Kind ist wie eine Woche lang Wochenende!
Früher bedeutete Wochenende: Ausschlafen! Heute heißt es das Gegenteil. Deswegen ist Urlaub wie ein einziges mega langes Wochenende: Man wird jeden Tag zwischen 6 und 7 Uhr wach gemacht und dann geht es los.

2. Irgendwas ist immer
Zu heiß. Sonnenhut auf. Zu kalt. Mütze auf. Zu windig. Sonnenhut weht weg und Mütze ist zu heiß. Kind schreit und reißt sich jedwede Kopfbedeckung vom Kopf.

3. Sonnencreme
Vorbildliche Eltern tragen Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 bereits ab 15 Grad und Bewölkung auf. Das Eincremen selbst macht oftmals so viel Spaß, wie einem Aal die Augenbrauen zu zupfen (wenn Aale welche hätte). Kommen die Faktoren Sand und Wasser hinzu, kann man sich ja vorstellen was passiert. Es wird nicht lustiger.

4. Essen
Es ist Urlaub. Muddi hat Urlaub. Vaddi hat Urlaub. Die Küche hat Urlaub. Aber das Kind muss trotzdem einigermaßen gesund ernährt werden. Will es aber nicht. Es will Pizza. Kommt die Pizza will es Pasta. Bestellt man beim nächsten Mal Pasta will das Kind Pizza. So will es das Gesetz.

5. Regentage
Ätzend genug, wenn es früher im Urlaub geregnet hat. Mit Kind fallen alle Aktivitäten, die man früher als Paar bei Regen unternommen hat weg. Nämlich: Nix tun und/oder den ganzen Tag in einem Bistro sitzen und sich durch die Speise- und Getränkekarte essen und trinken. Mit Kind muss man kreativ werden. Denn nichts ist schlimmer als Langeweile in einer beengten Ferienwohnung oder gar in einem Hotelzimmer (wer macht eigentlich noch Urlaub im Hotel mit Kind?).

6. Planänderungen rächen sich immer
Einfach mal in den Tag hineinleben. Faul sein. Spät frühstücken. Vergiss es! Im Urlaub mit Kleinkind rächen sich jedwede Versuche, spontan zu sein und vom normalen Zeitplan abzuweichen. Mittagsschlaf mal ausfallen lassen, weil man gerade einen Tagesausflug macht? Kann man machen. Macht man danach wohl nie wieder. Denn spätestens am Nachmittag ist das Kind übermüdet und überdreht und der Tag wird mega anstrengend. Auch mutig: Zu spät zum Mittagessen in ein Restaurant gehen. Wenn man Lust auf ein mit Essen werfendes schreiendes Kind hat, nur zu!

7. Trotzanfälle
Eigentlich muss ich dazu nichts sagen. Zu Hause ist es schon mega nervig. Warum sollte es im Urlaub anders sein. Doch irgendwie hat man die Vorstellung, dass alles entspannter wird, wenn man erst einmal die Heimat verlassen hat. Wird es aber nicht. Es ist das gleiche Kind nur an einem anderen Ort.

8. Kleidung
Im aktuellen Urlaub habe ich für einen Badeurlaub gepackt und auch viel Wasser bekommen – allerdings von oben. Also musste ich improvisieren. Lagenlook im Sommerurlaub braucht kein Mensch. Dazu war es wechselhaft. Also muss man immer alles mitnehmen. Und ständig alles aus und wieder anziehen. 50 Prozent des Urlaubes war ich mit Umziehen des Kindes beschäftigt.

9. Packesel
Regenjacke, Matschhose, Badehose, Sonnenhut, Mütze, Jäckchen, Wechselbody, Windel, Wickelunterlage, Feuchttücher, Wasser, Quetschie, Sonnenmilch, Schnuller. Das ist die Grundausstattung, wenn das Wetter einem die ganze Bandbreite bietet und das auch noch innerhalb von 60 Minuten. Doof gelaufen, wenn man eigentlich nur mal kurz irgendwo hingehen will. Man packt immer alles ein.

10. Spielplätze
Ich bin keine typische Spielplatz-Muddi. Ich finde es mal ganz ok, ein Stündchen dort zu verbringen. Doch es ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Da ist es auch nicht besser auf einem italienischen oder österreichischen Spielplatz zu hocken. Vor allem, wenn man einen Strand hat. Aber egal wie toll die Landschaft, der Strand oder der Pool ist: das Kind will auf den Spielplatz.

Zum Thema Urlaub mit Kind durfte ich übrigens als InsideMom bei familie.de meinen Senf dazu geben.

Morgen sage ich euch dann, warum Urlaub mit Kind so toll ist. Denn das Leben als Muddi ist eben immer voller Widersprüche…

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3 Kommentare zu „10 Dinge, die im Urlaub mit Kind nerven

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