Die beklopptesten Tipps für Schwangere

Wenn man zum ersten Mal schwanger ist, dann sind sie plötzlich alle da und stehen parat: Ratschläge. In your face! Ob man sie will oder nicht. Es gibt sicherlich viele gute Tipps für Bald-Muddis, aber es gibt auch viele bescheuerte Ratschläge. Hier meine Top-Ten:

1) Kauf dir ein Nachthemd zum Knöpfen für die Entbindung.
Ja, toller Hinweis. Ich stand hochschwanger kurz vor der Verzweifelung im Kaufhaus und habe Nachthemden zum Knöpfen gesucht. Ich habe sie nicht gefunden. Vielleicht stammen die auch aus einer anderen Zeit. Ich habe mir dann ein knielanges Longshirt gekauft. Aber auch das war überflüssig. Es ist einem nämlich mehr als latte, was man bei der Geburt anhat. Jeder in diesem Raum sieht eh alles zu jedem Zeitpunkt. Da ist es eher hinderlich ein zu langes Nachthemd anzuhaben. Und Knöpfe? Auf und zu? Haste keinen Bock drauf. Das Longshirt war außerdem zum Stillen völlig ungeeignet. Ich hab hinterher im Krankenhaus nur Tanktops getragen, weil es so warm war. Außerdem zieht man das Teil hinterher eh nie wieder an. Erinnerungen und so…

2) Soll man Brustwarzen nicht vorher abhärten fürs Stillen und mit einer Bürste etwas weniger empfindlich machen?
Muss ich das wirklich kommentieren? Wer würde jemals auf den Gedanken kommen, eine super empfindliche Stelle des Körpers mit einer Bürste zu maltretieren, damit sie hinteher weniger empfindlich beim Stillen ist? Absoluter bullshit!

3) Versuch möglichst viel zu schlafen, bald kriegt man ja keinen Schlaf mehr!
Diesen Spruch hören Bald-Muddis sicherlich an die 1000 Mal! Ein super Tipp in der Theorie, aber jede Schwangere weiß, dass es im letzten Monat vor der Entbindung besonders beschwerlich ist, zu schlafen. Wenn es nicht der Bauch ist, der eine bequeme Schlafposition unmöglich macht, dann sorgen bestimmt Sodbrennen, Blähungen oder Kontraktionen für unruhige Nächte. Dazu kommt, dass man sich vorkommt, wie ein gestrandeter Wal, da man sich nur mit Mühe von einer auf die andere Seite wuchten kann.

4) Genießt nochmal die Zeit zu zweit!
In diesem Tipp steckt gleichzeitig eine Prophezeiung. Nämlich: Ihr werdet nie wieder Zeit zu zweit als Paar haben. Nie wieder! Muhahahaha!

5) Das Bettchen sieht aber sehr ungemütlich aus. Wollt ihr nicht noch ein Nestchen, ein Kissen oder eine Decke hineinlegen?
Dieser Satz stammt meist von Großeltern, die noch nicht mitbekommen haben, dass es nach heutigen Erkenntnissen bezüglich des plötzlichen Kindstodes am besten ist, wenn das Baby im ersten Jahr nur in einem Schlafsack in seinem Bettchen schläft. Ohne Nestchen. Ohne Kuscheltier. Ohne Schmusetuch. Ohne Kissen. Ohne Decke.

6) Yoga ist toll in der Schwangerschaft!
Ja, sicher. Aber ich hab keinen Bock darauf!

7) Man soll doch keinen Kaffee trinken!
Auch überholt. Ein bis zwei Tassen sind völlig ok!

8) Eine Damm-Massage kann einem Riss vorbeugen!
Wer da Lust zu hat – nur zu. Go for it! Es gibt da ganz schicke YouTube-Videos. Sowohl meine Frauenärztin als auch meine sehr alternativ angehauchte Hebamme haben beide keinen Sinn darin gesehen.

9) Geburtsvorbereitungskurse sind doch eh für den Popo!
Habe ich auch gedacht, weil mir das auch von sehr vielen Menschen eingeredet worden ist. Einen Teil des Kurses hätte ich inhaltlich auch nicht wirklich gebraucht, aber die Atmen- und Entspannungsübungen haben mich schon ein bisschen eingestimmt. Und darum geht es wohl auch eher: Die Paare einzustimmen.

10) Genieß die schöne kuschelige Anfangszeit mit dem Baby!
Auch das hört sich in der Theorie sehr schön an. So ab dem 2. Monat mag das auch stimmen, aber ich kenne eigentlich niemanden, der die ersten Tage und Woche besonders kuschelig und gemütlich fand.

Kennt ihr noch weitere Tipps? Was hat man euch so alles geraten in der Schwangerschaft?

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