Freundinnen machen glücklich

Dieser Artikel ist ganz besonderen Frauen in meinem Leben gewidmet: meinen Freundinnen. Wir schreiben viel über Mütter, Schwestern, Töchter und Omas, aber selten über Freundinnen. Das möchte ich nachholen, denn ohne sie würde ich durchdrehen. Täglich. Sie bewahren mich vor dem Wahnsinn. Und oft treibe ich sie in den Wahnsinn.

Mit ihnen kann ich Prosecco trinken, stundenlang quatschen, über Models ablästern, große und kleine Probleme wälzen, über Probleme bei der Arbeit schwadronieren, übers Ziel hinausschießen, feiern, ausflippen, im Selbstmitleid schwelgen, über die Vergangenheit reden (als wären wir Rentner), über Windelinhalt von Kindern labern, über andere Mütter lästern, um 3 Uhr Döner essen, stundenlang Kinderwagen durch die Gegend schieben, mittags Aperol trinken und vor allem eines: ich selbst sein.

Sie haben Kinder oder keine. Sind single oder verheiratet. Wohnen in meiner Stadt oder weiter weg. Manche sehe ich fast täglich. Manche selten. Sie haben alle möglichen Jobs. Das ist das Tolle. Sie sind völlig unterschiedlich. Einfach tolle Frauen! Da gibt es die BFF, die Clique aus Schulzeiten, die Kolleginnen, die Freundin aus der Au-Pair-Zeit, die Mädels vom Studium. Wir haben eine gemeinsame Vergangenheit – das macht es so besonders. Und: egal welches Schicksal uns ereilt – wir sind füreinander da. Das haben die vergangenen Jahre gezeigt. Klar hat man mal jemanden aus den Augen verloren, aber manchmal auch Jahre später wiedergefunden und lieb gewonnen.

Es ist toll, Menschen zu haben, mit denen man Erinnerungen und Erlebnisse teilt. Da muss man nur ein Wort sagen oder ein Lied im Radio hören und schon wissen alle was gemeint ist. Ein Blick oder eine Gestik und sie wissen, wie ich drauf bin. Und eben umgekehrt.

Letztens, als ich mit meinen besten Freundinnen mit Kinderwagen durch die Stadt gezogen bin, während unsere Kinder alle geschlafen haben und die Sonne von oben lachte, dachte ich: „Wow, wie cool ist das. Wir wohnen in derselben Stadt und haben innerhalb eines Jahres alle ein Kind bekommen. Wir kennen uns seit 20 Jahren und können jetzt hier an einem Wochentag zusammen spazieren gehen und labern!“ Irre. Dann habe ich mich abends auf den Balkon gesetzt und diesen Post geschrieben. Meiner kleinen Tochter wünsche ich auch einmal so tolle Freundinnen!

In diesem Sinne: auf die Freundschaft!

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2 Kommentare zu „Freundinnen machen glücklich

  1. Das ist echt ein Glück. Frauenfreundschaften sind bei mir schwierig. Ich habe bei keinem meiner Männer so viele Tränen vergossen wie bei Frauenfreundschaften. Ich gönn dir das von Herzen, bin aber froh, dass ich nicht mehr alles versuche, dass es mit den Frauen klappt. Das bedeutet aber nicht, dass ich freundschaftslos bin, nein, nein. Ich mag meine Freundinnen, aber ich glaube, ich *liebe* sie nicht. (das klingt jetzt aber hart…) aber mei. Dafür habe ich als Teenager viel geliebt.

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    1. Als Teenager gab es bei mir auch Freundinnen-Drama, aber das war zum Glück nur eine Phase. Bei mir ist es wirklich ein Glück, weil fast alle Freundinnen – ich übrigens auch – erst einmal weg gezogen sind und in den letzten Jahren alle wieder zurückgekommen sind. Da hatte man einige erst einmal aus den Augen verloren und jetzt sind wir fast wieder komplett und die Mädels, die weiter weg wohnen, halten gut den Kontakt. Das muss man auch können. Kontakt halten, auch, wenn man viel um die Ohren hat.

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